Cinemaxx in Hamm: 3-D-Anlage zum Geburtstag
Nach zehn Jahren als Betreiber des Hammer Cinemaxx will Hubert Nieuwdorp das Publikum in die dritte Dimension führen. Pünktlich zum Start des Animationsfilms “Oben” am 17. September soll eine neue, 130000 Euro teure 3-D-Projektionsanlage einsatzbereit sein. Das kündigte Nieuwdorp gestern Vormittag bei einer Feierstunde mit Mitarbeiterehrungen an. Nachmittags wurde der zehnte “Geburtstag” – Nieuwdorp hatte das damals gerade neun Monate alte Kino im August 1999 übernommen – mit Aktionen im Foyer und ermäßigten Eintrittspreisen gefeiert.
“3-D-Filme können Sie nicht abfilmen”, begründete der Geschäftsführer die Investition in die Technik. Illegale Raubkopien im Internet machen den Kinobetreibern nach wie vor zu schaffen. Zudem locke das räumliche Erlebnis Zuschauer an, sagte Nieuwdorp, das zeige der Erfolg der dreidimensionalen Version von “Ice Age 3″.
Zukünftig werden maximal 388 Zuschauer in Kinosaal 2 also mit etwa 1,50 Euro teuren, wiederverwendbaren 3-D-Brillen ein neues Kinoerlebnis genießen können. Doch auch für zweidimensionale Streifen interessieren sich die Hammer derzeit stark. Von Januar bis Juli kamen deutlich mehr Zuschauer als im Vorjahreszeitraum, der durchwachsene Sommer trieb sie besonders im Juli in die Kinos. “Schön ist, dass wir nichts von der Wirtschaftskrise merken”, sagte Nieuwdorp. “Die Leute halten sich dieses kleine Vergnügen frei.”
Die 500000 Zuschauer aus dem Rekordjahr 2001, die vor allem den ersten Teilen der “Harry Potter”- und “Herr der Ringe”-Reihen zu verdanken waren, sieht der 67-Jährige zwar als unerreichbar an. Doch mit 360000 bis 380000 Besuchern rechnet er auch in diesem Jahr – nicht zuletzt wieder dank “Harry Potter”.
Nieuwdorp, der noch weitere Kinos in Hamm und Lippstadt betreibt, hat mit dem Cinemaxx mehrere Jahre lang Verluste gemacht. Doch jetzt sieht er das Kino mit seinen rund 50 Mitarbeitern trotz eines aus seiner Sicht hohen Pachtzinses im Aufwind. Zusammen mit der Cinemaxx-Kette will er für 2010 ein neues Konzept erarbeiten, das etwa den Einzug von Boutiquen oder Ähnlichem vorsehen könnte, wie er andeutete. Auch das derzeit brachliegende Grundstück östlich des Kinos solle einbezogen werden. Die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe als Eigentümerin wolle dieses bebauen lassen.


